Geltendmachung – was müssen Sie als erstes tun?

Sobald der Konkurs über den Arbeitgebenden eröffnet wurde, müssen Sie beim zuständigen Konkursamt die Gesamtforderung gegenüber dem ehemaligen Arbeitgebenden einreichen.

Die Gesamtforderung beinhaltet alle offenen Lohnforderungen (siehe «Umfang der Entschädigung») bis zum Ablauf der ordentlichen fristgerechten Kündigungsfrist, auch wenn der Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist nach dem Datum der Konkurseröffnung liegt. Es sind ausschliesslich Bruttobeträge einzufordern. Verlangen Sie vom Konkursamt eine Empfangsbestätigung für die eingereichte Forderungseingabe.

Folgende Unterlagen müssen Sie der öffentlichen Arbeitslosenkasse am Sitz des Arbeitgebenden zum Zeitpunkt des Konkurses einreichen:

  • Antrag auf Insolvenzentschädigung,
  • Kopie der Forderungseingabe an das Konkursamt,
  • Kopie AHV-Versicherungsausweis
  • Kopie Ausländerausweis / Aufenthaltsbewilligung,
  • Kopie Arbeitsvertrag und Lohnabrechnungen.

Sie werden arbeitslos?

Wenn Sie mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses arbeitslos werden, müssen Sie Ihren Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung beim Gemeindearbeitsamt Ihrer Wohngemeinde anmelden.

Welche Fristen sind zu beachten?

Den Antrag auf Insolvenzentschädigung müssen Sie bei der öffentlichen Arbeitslosenkasse desjenigen Kantons einreichen, in welchem der Arbeitgebende seinen Geschäftssitz hat, und zwar innert 60 Tagen

  • nach der Veröffentlichung im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) des Konkurses,
  • der Nachlassstundung oder des richterlichen Konkursaufschubs,
  • nach dem Pfändungsvollzug.