Umfang der Entschädigung für offene Lohnforderungen

Die Insolvenzentschädigung deckt offene Lohnforderungen für geleistete Arbeit. Sie beschränkt sich auf die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses vor dem Konkurs, der Nachlassstundung oder dem richterlichen Konkursaufschub.

Als offene Lohnforderungen gelten

  • sämtliche AHV-pflichtigen Lohnbestandteile auf einen Monat berechnet (z.B. Anteil 13. Monatslohn, Ferien usw. pro rata, jedoch längstens für vier Monate),
  • weitere Zulagen, sofern sie vom Arbeitgebenden geschuldet sind, Lohncharakter haben und deshalb AHV-beitragspflichtig sind (z.B. Schicht-, Schmutz- oder Baustellenzulagen, Akkordprämien, Zuschläge für Überzeit, Nacht- oder Sonntagsarbeit).

Es gilt der Höchstbetrag von CHF 12'350.-- pro Monat (Stand 01.01.2016) für tatsächlich geleistete, aber nicht entlöhnte Arbeit.

Nicht entschädigt werden

  • sämtliche Forderungen, die CHF 12'350.-- pro Monat übersteigen,
  • Zeiten, während welchen der/die Arbeitnehmende von der Arbeit freigestellt war,
  • Entschädigungsansprüche bei einer ungerechtfertigten fristlosen Auflösung des Arbeitsverhältnisses,
  • Forderungen, die nicht beim Konkursamt eingegeben wurden,
  • Kinder- und Ausbildungszulagen (diese sind bei der Familienausgleichskasse des ehemaligen Arbeitgebenden geltend zu machen),
  • andere nicht AHV-pflichtige Lohnbestandteile (z.B. Fahrzeugentschädigung, Spesenentschädigung).