Sonntags- und Feiertagsarbeit – gesetzlich geregelt

Der Sonntag ist grundsätzlich der wöchentliche Ruhetag, an welchem in der Zeit zwischen Vorabend 23 Uhr und Sonntag 23 Uhr die Beschäftigung von Arbeitnehmenden verboten ist. Gesetzliche Feiertage sind den Sonntagen gleichgestellt, womit das Arbeitsverbot an diesen Tagen im gleichen Umfang gilt. In begründeten Ausnahmefällen (dringendes Bedürfnis, Unentbehrlichkeit) kann Arbeit an solchen Tagen bewilligt werden.

  • Bewilligungsbehörde für vorübergehende Sonn- und Feiertagsarbeit (max. 6 Sonntage / Jahr) ist die kantonale Industrie- und Gewerbeaufsicht (IGA).
  • Dauernde Bewilligungen erteilt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).

Dem Sonntag unmittelbar vor- oder nachgestellt ist eine tägliche Ruhezeit von mindestens elf Stunden. Daraus ergibt sich wenigstens einmal pro Woche ein Ruhezeitblock von mindestens 35 Stunden. Wird am Sonntag gearbeitet, so muss die 35-stündige Ersatzruhezeit an einem Arbeitstag in der vor- oder nachfolgenden Woche gewährt werden und die einzelnen Arbeitnehmenden dürfen an höchstens sechs Tagen hintereinander beschäftigt werden.

Innerhalb von 2 Wochen hat der Arbeitnehmende Anspruch auf einen ganzen freien Sonntag (Sonntagszeitraum plus Ruhezeit). Ferner verlangt das Gesetz das Einverständnis des Arbeitnehmenden sowie einen Lohnzuschlag von mindestens 50 % für vorübergehende Sonntagsarbeit.

Vorbehalten bleiben Sonderbestimmungen für bestimmte Gruppen von Betrieben oder Arbeitnehmenden gemäss Verordnung 2 des Arbeitsgesetzes.

Tages-, Abend- und Nachtarbeit

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