Jugendarbeitsschutz

Jugendliche Mitarbeitende

Seit dem 1. Januar 2008 ist die Jugendarbeitsschutzverordnung (ArGV 5) zusammen mit der Herabsetzung des Jugendschutzalters auf 18 Jahre in Kraft. Sie regelt den Schutz der Gesundheit und der Sicherheit der Jugendlichen bei der Arbeit bis zum 18. Altersjahr. Die ArGV 5 gilt für Jugendliche in Ausbildung, für jugendliche Berufstätige sowie diejenigen, die in der Freizeit ihr Taschengeld aufbessern wollen.

  • Für Jugendliche bis 15 Jahre gilt ein grundsätzliches Arbeitsverbot. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen sie aber bei kulturellen, künstlerischen und sportlichen Darbietungen und zu Werbezwecken eingesetzt werden. Dafür ist eine Meldepflicht vorgesehen. Ab 13 Jahren sind in beschränktem Rahmen leichte Arbeiten möglich, dies speziell zur Berufswahlvorbereitung.
     
  • Für Jugendliche von mehr als 15 Jahren darf die tägliche Arbeitszeit innerhalb von 12 Stunden nicht mehr als 9 Stunden betragen.
     
  • Nacht- und Sonntagsarbeit ist grundsätzlich verboten.
     
  • Seit dem 1. Januar 2008 sind auch zwei Verordnungen des WBF in Kraft, die sich auf die ArGV 5 abstützen:
    • WBF-Verordnung über die Ausnahmen vom Verbot von Nacht- und Sonntagsarbeit;
    • WBF-Verordnung über gefährliche Arbeiten für Jugendliche.

Wollen Jugendliche zwischen dem 14 und 15 Altersjahr eine Berufsbildung antreten, so ist eine behördliche Bewilligung notwendig. Diese ist in drei Schritten erhältlich.

Ablauf der Bewilligungserteilung

Ablauf Bewilligungserteilung, wenn Lehrbeginn zw. 14. und 15. Geburtstag