Personenfreizügigkeit CH–EU/EFTA für Erwerbstätige aus dem Ausland

Am 1. Juni 2002 trat das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Union (EU) und ihren Mitgliedstaaten über die Freizügigkeit (FZA) in Kraft. Gestützt auf das Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der Europäischen Freihandelszone (EFTA) vom 21. Juni 2001, ist das FZA mit der EU auch gegenüber den Mitgliedstaaten der EFTA anwendbar.

Für Erwerbstätige bis 90 Tage/Jahr besteht seit 1. Juni 2004 nur noch eine Meldepflicht, aber keine Bewilligungspflicht mehr. Zum Schutz gegen die Unterschreitung der in der Schweiz üblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen durch ausländische Erwerbstätige sind gleichzeitig die flankierenden Massnahmen in Kraft getreten. Sie haben zum Ziel, Lohn- und Sozialdumping zu verhindern.

Im Zuge der Erweiterungen der EU in den Jahren 2004 und 2007 wurde auch der Geltungsbereich des FZA schrittweise angepasst. Die vollständige Personenfreizügigkeit gilt seit dem 1. Juni 2016 für alle Staatsangehörigen der EU-27/EFTA.
Die Erweiterung des Freizügigkeitsabkommens auf Kroatien wurde ausgehandelt und trat am 1. Januar 2017 in Kraft. Seit diesem Datum profitieren auch kroatische Staatsangehörige von der Personenfreizügigkeit. Für erwerbstätige kroatische Staatsangehörige gelten besondere Übergangsbestimmungen.

Für ausländerrechtliche Bewilligungen ist im Kanton Luzern das Amt für Migration (Amigra) zuständig.

Vollzugsorgan des Entsendegesetzes ist die Industrie- und Gewerbeaufsicht (IGA).

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