Anspruchsvoraussetzungen

Folgende Anspruchsvoraussetzungen müssen erfüllt sein:

Der Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung setzt grundsätzlich voraus, dass die Fortführung der Arbeit, trotz genügender Schutzvorkehrungen:

  • technisch unmöglich oder
  • wirtschaftlich unvertretbar oder
  • für die Arbeitnehmenden unzumutbar ist.

Der Arbeitsausfall muss mindestens einen halben Tag dauern. Einzelne Ausfallstunden werden nicht entschädigt. Nicht entschädigt werden auch Kundenausfälle oder Terminverzögerungen, die nur indirekt auf das Wetter zurückzuführen sind.

Schlechtwetterentschädigung können nur folgende Erwerbszweige beantragen:

  • Hoch- und Tiefbau, Zimmerei-, Steinhauer-, Steinbruch-, Sand- und Kiesgewinnungsgewerbe, Betriebe zur Ausbeutung von Lehmgruben sowie Ziegeleien,
  • Geleise- und Freileitungsbau,
  • Landschaftsgartenbau; Waldwirtschaft, Baumschulen und Torfabbau, soweit sie nicht Nebenzweig eines landwirtschaftlichen Betriebes sind,
  • Berufsfischerei,
  • Transportgewerbe, soweit Fahrzeuge ausschliesslich für den Transport von Aushub und Baumaterial von und zu Baustellen oder für den Abtransport von Sand und Kies von der Abbaustelle eingesetzt werden,
  • Sägereien
  • Arbeitnehmende in reiner Reb-, Pflanzen-, Obst- und Gemüsebaubetriebe, wenn sie die normalerweise anfallenden Arbeiten wegen aussergewöhnlicher Trockenheit oder Nässe nicht verrichten können.

Anspruchsberechtigt sind beitragspflichtige Arbeitnehmende welche:

  • die obligatorische Schulzeit abgeschlossen oder
  • das AHV-Rentenalter noch nicht erreicht haben.

Im Gegensatz zur Kurzarbeit haben auch Mitarbeitende Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung, die:

  • in befristetem Arbeitsverhältnis stehen,
  • im Lehrverhältnis stehen,
  • in gekündigtem Arbeitsverhältnis stehen.

Keinen Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung haben Arbeitnehmende:

  • die auf Abruf angestellt sind,
  • die als Temporärangestellte im Betrieb tätig sind,
  • deren Arbeitszeit nicht kontrolliert werden kann (keine Stempelkarten, Stundenrapporte, usw.)
  • die in ihrer Funktion als Gesellschafter, finanziell Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums (Verwaltungsrat einer AG, geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH, usw.) die Entscheidungen des Arbeitgebenden bestimmen oder massgeblich beeinflussen können. Keinen Anspruch haben auch die mitarbeitenden Ehegatten bzw. die mitarbeitenden eingetragenen Partner.